Die Hand Don Boscos

Vor ein paar Wochen, am Samstag und Sonntag war die Hand von Don Bosco hier. Anlässlich des zweihundertsten Geburtstages von Don Bosco (der Heilige, der das, was wir machen, gegründet hat) im Jahr 2015 wurde nämlich von den Salesianern Don Boscos organisiert, dass ein Teil seines Körpers in alle Länder gebracht wird, in denen der Orden arbeitet. Das ist bei über 100 Ländern ein ziemlich großes Projekt. Die rechte Hand wurde dazu in ein lebensgroßes Modell von Don Bosco gesetzt und das Modell in einen Glaskasten gelegt. Damit werden jetzt alle Projekte besucht.

Die Reliquie kam am Donnerstag per Landweg aus Togo in Ghana an. Danach kam sie als erstes in das Projekt in Ashaiman im Süden des Landes. Am Samstag kam sie dann zu uns nach Sunyani, wo sie zuerst vom Boys Home zur Basilika und danach zum Jubiläumsplatz gebracht und begrüßt wurde. Die Feierlichkeiten dauerten den ganzen Tag und bestanden aus Paraden, Musik, Tanz und Ansprachen. Die Besucher waren dabei nicht nur diejenigen, die direkt mit unseren Projekten zu tun haben, wie unsere Schüler sondern auch noch andere Schulen und sonstige Leute.

Um zwei Uhr nachmittags fand dann eine Messe mit dem Bischof von Sunyani, dem König und der Königin von Sunyani und anderen Ehrengästen. Ja Sunyani als Landeshauptstadt hat eine Königin und einen König, aber die sind nicht in einer so hohen Position wie man sich vielleicht denkt oder wie die Queen von England. Sie sind sozusagen die Vorsteher der ganzen Dorfhäuptlinge aus der Gegend und kümmern sich um die "traditionellen" Angelegenheiten. Nach der Messe wurde Don Bosco in einer (ziemlich lang dauernden, ca. 7 km) Prozession nach Odumase gebracht wo unsere Schule ist. Hier war die ganze Nacht eine Art Gebetswache und am Sonntag noch eine Messe. Danach wurde die Reliquie auch schon wieder nach Accra transportiert, von wo sie per Flugzeug nach Nigeria gebracht wurde.

Noch ein kurzes Kommentar zur Sache an sich, weil die Verehrung von Knochen in unseren Breiten eher unverständlich ist und höchstens ein Kopfschütteln hervorruft. Auch hier wird an keine magischen Kräfte der Reliquie geglaubt. Aber die Kirche ist hier ein fester Bestandteil der Gemeinschaft, etwas das den Menschen Zusammenhalt gibt. Man trifft sich am Sonntag in der Kirche und man trifft sich am Valentinstag oder aber auch zum Fußballschauen in der Pfarrhalle. Der Besuch Don Boscos ist so ein Event, das die Leute anzieht und das Wissen gibt, Teil einer weltweiten Gemeinschaft/Familie zu sein. Außerdem ist es super Werbung für unsere Projekte, weil echt viele Leute da waren.

Das ist noch ein Film zur Sache, den ich wegen unserer schlechten Internetverbindung selbst noch nicht gesehen habe:
http://vimeo.com/37144560

lg Gerhard (der jetzt schon die Halbzeit hinter sich hat ... die sechs Monate sind echt schnell vergangen)

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