Letze Ferientage – Urlaub und Vorbereitungen

Es gibt einiges zu berichten. Erstens der Ausflug zum Affendorf. Das liegt ca. 100 km entfernt im Norden von Sunyani und ist ein relativ kleine Dorf im Nirgendwo. Dementsprechend holprig und abenteuerlich war die Anreise und auch die Rückreise. Bei der Rückreise war ein Stück der "Straße" wegen dem Regen davor so schlammig, dass wir aussteigen mussten und ein paar Einheimische das Trotro (den Kleinbus) geschoben haben. Dass sie dafür ein bisschen Trinkgeld haben wollten ist eh klar.

Die Menschen dort in dem Dorf leben sehr nah mit den Affen zusammen. Die Affen kommen in der Früh ins Dorf und holen sich etwas zu essen und wenn sie sterben werden sie von den Dorfbewohnern begraben. Unser Führer erklärte uns ein paar Hintergründe und dann konnten wir die Affen mit Bananen füttern. Der Chef der Familie war etwas skeptisch, hat aber letztendlich auch etwas von der Banane genommen. Der Baum auf den Fotos ist übrigens ein Parasit. Er wächst um den ursprünglichen Baum herum und nimmt ihm die Nährstoffe weg so dass dieser stirbt. Deshalb ist er innen hohl und man kann darin hinauf klettern.

Dann waren wir ein paar Tage am Lake Bosumtwe. Dort gibt es eine sehr schöne Unterkunft die einem Deutschen gehört und wir haben dort nicht viel getan bis auf Schwimmen, am Strand liegen und ein Flussbett erkunden. Das Messer, mit dem wir die Kokosnuss essen, wird übrigens Cutler genannt und wird in Ghana für alles mögliche verwendet wie Rasenmähen, verschiedene Früchte öffnen oder eventuell auch um sich einen Pfad durch unwegsames (Urwald-)Gelände freizuschlagen. Danach waren wir im Schmetterlingsparadies wo wir ausser vielen Schmetterlingen noch viele beeindruckende Bäume angeschaut haben. Von einem (Baum) konnte man sogar essen.

Weiters waren wir auf einem Wilkommensabendessen bei den Salesianern, wo wir offiziell begrüßt wurden. Am Donnerstag wurde die Profess für 16 Salesianer gefeiert. Die Feier war schön, aber sie dauerte ca. deieinhalb Stunden (Was soll man auch anderes erwarten, wenn schon die normale Sonntagsmesse eineinhalb Stunden dauert). Die Lieder in der Kirche hier sind irgendwie gospelartig und sind teilweise auf Twi teilweise auf Englisch (ich werde bei Gelegenheit ein Beispiel reinstellen).

Am Freitag war dann meine erste Lehrerkonferenz. Es ist schon irgendwie interessant, Schule aus dieser Perspektive zu erleben. Ich bin gespannt wie das mit dem Unterricht so wird. In der Schule gibt es ein Häusersystem ähnlich wie das bei Harry Potter. Es gibt 6 Häuser und ich bin im ersten Haus namens Nkrumah, das ist ein ghanaischer Politiker, der die britische Kolonie des heutigen Ghana als erstes schwarzafrikanisches Land in die Unabhängigkeit geführt hat.

Ok soweit, das nächste Mal schreibe ich dann über den Unterricht.
lg
Gerhard

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